Unscharf

Juli 15, 2008

Ich habe es endlich getan: Ich habe mir einen Fotoblog angelegt. Zwar bin ich schon bei Flickr, habe dort aber schon lange nichts mehr hochgeladen und habe auch nicht vor, das nachzuholen. Also, hier der Link zu meinem neuen Blog:

Unscharf.

Unscharf.


Anleitung: ATI fglrx-Treiber unter Debian “Lenny” Testing einrichten

Juni 14, 2008

Alles funktioniert!So, natürlich möchte ich bei meinem neuen Debian-System auch die richtigen 3D-Treiber installieren. Ich habe im Internet nach langer Suche bei Techno Wizah ein Howto gefunden, von dem ich ausgegangen bin. Jedoch musste einige Änderungen machen, damit das Howto auch unter Debian Testing und mit den neuen Treibern (ich nutze hier die Version 8.5) funktioniert.

1. Installation vorbereiten

Lade dir die offiziellen Treiber von ATI herunter. Speichere sie an einem Ort, wo du sie auch wiederfindest.

Als nächstes öffnest Du ein Terminal (z.B. Konsole oder xterm). Werde nun mit

su -

zu root. Nun führe den folgenden Befehl aus, um die nötigen Pakete zu installieren:

apt-get install debhelper build-essential libstdc++5 \
linux-headers-$(uname -r) module-assistant

2. Installieren der Treiber

Nachdem die Installation der Pakete abgeschlossen ist, wechsel mit

cd path

in das Verzeichnis, in dem du die ATI-Treiber abgelegt hast. Ersetze path dabei durch das richtige Verzeichnis. Gebe nun

sh ati-driver-installer*.run --buildpkg Debian/lenny

ein (wenn du eine andere Version von Debian einsetzt, ändere den letzten Teil entsprechend). Der Installer erzeugt nun im aktuellen Verzeichnis mehrere Pakete. Installiere diese mit

dpkg -i fglrx*.deb

und wechsle mit

cd /usr/src

nach /usr/src. Wenn du nun ls eingibst, sollte eine Datei namens fglrx.tar.bz2 angezeigt werden. Entpacke die Datei nun mit

tar -xjf fglrx.tar.bz2

und erstelle das Kernelmodul mit den folgenden Befehlen:

m-a prepare
m-a build fglrx
m-a install fglrx

Es ist wichtig, nicht wie bei Techno Wizah beschrieben m-a a-i fglrx auszuführen, da die Kernelmodule dann nicht gebaut werden können. Jetzt führe noch die folgenden Befehle aus, um die Treiber einzurichten:

modprobe fglrx
aticonfig --initial

Notiz: Wenn bei dir eine Fehlermeldung beim Ausführen von ‘modprobe fglrx’ kommt, steige aus deiner aktuellen X-Sitzung aus. Einfach abmelden und im Anmeldebildschirm eine Konsole starten. Dort kannst du dann die Befehle ausführen (achte darauf, als root angemeldet zu sein).

Durch aticonfig –initial wird deine bisherige X-Konfiguration überschrieben, aticonfig legt allerdings unter /etc/X11/xorg.conf.original-0 eine Sicherungskopie an.

3. Testen und Spaß haben

Speichere alle ungesicherten Dokumente und drücke CTRL+ALT+BACKSPACE (bzw. STRG+ALT+BACKSPACE) um den X-Server neu zu starten.
Melde dich wieder an und gebe in einem Terminal

fglrxinfo

ein. Die Ausgabe sollte in etwa so aussehen:

display: :0.0  screen: 0
OpenGL vendor string: ATI Technologies Inc.
OpenGL renderer string: Radeon X1600 Series
OpenGL version string: 2.1.7537 Release

Wenn bei “vendor” nicht ATI Technologies Inc., sondern etwas von Mesa Indirect steht, ist etwas schief gelaufen. Wende dich in diesem Fall an ein Forum deiner Wahl (einige findest du unter “Links und so”) und gebe mir Bescheid.

So long,
der Richard

Das Kleingedruckte: Der Autor kann nicht für eventuelle Schäden an Hard- oder Software, die durch die Befolgung oder Nichtbefolgung dieser Anleitung entstehen, haftbar gemacht werden.


Debian GNU/Linux Lenny “Testing” – Die Installation

Juni 14, 2008

So, diesen Artikel schreibe ich mit meinem neuen Debian GNU/Linux-System. Ich habe die wöchentlich neu erstellten CD-Images des “Testing”-Release gewählt, und zwar in der Version vom 7. Juni ‘08. Ich habe das Image mit jigdo erstellt, einem System bei dem statt dem eigentlichen Image die Dateien heruntergeladen werden, und erst aus diesen wird dann das Image erstellt. Klingt furchtbar, isses aber gar nicht. Grade bei den Debian-Servern ist dieses System nämlich deutlich schneller.Das Haupmenü des Debian-Installers

Die Installation

In der testing-Distribution findet sich die Beta2 des neuen Debian-installers, der gerade in der grafischen Variante einige Verbesserungen erfahren hat. Im Bootscreen erwartete mich ein neues grafisches Menü, bei dem der User die Qual der Wahl zwischen gefühlten 20 Installationsvarianten hat, in Wirklichkeit sind es aber “nur” 10 oder so (bin grad zu faul zum Nachschauen). Ich nahm den grafischen Expertenmodus, da ich in älteren Versionen mit dem “normalen” Modus einige schlechte Erfahrungen gemacht habe. Nach kurzer Zeit erwartet mich auch schon das Setupmenü.

Nach dem Abarbeiten der Menüpunkte (den größten Teil der Zeit musste ich nur “OK” klicken, mit einDer Desktop nach der Installation paar Ausnahmen hier und da) wurde ich aufgefordert den Computer neu zu starten. Nach dem Reboot erwartete mich mein neuer Gnome-Desktop. Noch ist, da ich die CD-Variante gewählt habe, keine allzu große Auswahl an Software installiert, aber auch das ist (dank Internetanbindung) schnell gelöst.

Leider hat Debian eine viel zu hohe Bildschirmauflösung für meinen Monitor ausgewählt, so dass ich diese erst mal änderm musste. Naja, dachte ich mir, wird schon schiefgehen, aber dank eines (neuen?) Tools unter “System”->”Einstellungen”, das auch als normaler User ausgeführt werden kann, konnte ich die Auflösung absolut problemlos ändern. Jetzt werde ich mich dransetzen und weitere Software, Grafiktreiber, etc. installieren.


Experten fordern: Microsoft Train Simulator gehört verboten!

Juni 13, 2008

Auch wenn ich damit etwas spät bin: Die beliebte österreicher Tageszeitung… nein sorry: Das beliebte österreicher Gratisklopapier “Heute” brachte auf einer der letzten Rollen die grandiose, nach allen Regeln der Kunst recherchierte Story “Infam: Neues Game zur Keller-Flucht” , in der sie das Spiel “Edna bricht aus”[1] mit dem Inzest-Fall von Amstetten (ihr erinnert euch?) in Verbindung bringt. Man könnte jetzt natürlich denken, dass entweder a) die Software-Firma “Daedalic Entertainment”[2] absolut keinen Geschmack hat, oder aber b) der besagten Zeitung (ja, ich wage es sie so zu nennen) einfach der Stoff ausgegangen ist (und zwar im wahrsten Sinne des Wortes). Zur Information: In dem Spiel schlüpft man in die Rolle von Edna, die ohne Gedächtnis in der Psychatrie aufwacht. Während man nun also versucht zu fliehen, trifft man auf die seltsamsten Charaktere und reist in seine eigene Vergangenheit. Dass man dabei auch aus einem Keller fliehen muss, ok. Dass der eigene Vater einen dort eingesperrt hat, auch ok. Aber grade wenn man bedenkt, dass die Entwicklung eines solchen Spiels mal mindestens 1-2 Jahre dauert, eher aber 2-3, wirkt es doch ein wenig unrealistisch, dass “Die Game-Designer in ihrem humorvollen Adventure nicht mit Andeutungen an das Inzest-Drama in Anstetten sparen”. Meine natürlich völlig ernst gemeinte Forderung deshalb: Verbietet Microsoft Train Simulator! Das Spiel lässt Entgleisungen und Kollisionen zu und macht sich damit über das Zugunglück von Eschede lustig!
Was denkt ihr?

Tschö,
der Richard

P.S.: Zur Headline: Wenn der Autor des Artikels sich “Journalist” schimpfen darf, darf ich mich auch “Experte” nennen!

Der GameStar-Artikel